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Die Sache mit den Zertifikaten

IT-Kenntnisse werden heute in fast jeder Stellenanzeige gefordert. Aber nachprüfbar sind die entsprechenden Angaben im Lebenslauf oft nicht, Anfänger, ja gut, die haben zudem einen recht kurzen Lebenslauf

Speziell in der IT-Branche werfen viele Personaler deshalb einen Blick auf Nachweise für erworbene Zusatzqualifikationen. Im Wettbewerb um die begehrtesten Jobs schaffen IT-Zertifikate Vergleichswerte, die die Abschlusszeugnisse der Hochschulen häufig nicht liefern können.

IT-Zertifikate, ursprünglich von der Firma Novell entwickelt, sollten seinerzeit den Umsatz für die Firma steigern und eine gewisse Exklusivität suggerieren. Heute bieten alle großen Häuser derartige Zertifikate für abgelegte Prüfungen an.

Die Aussagekraft der Zertifikate variiert deutlich – aber ein gewisser Nutzen, für Neueinsteiger, liegt auf der Hand. Die richtigen Nachweise überzeugen potenzielle Arbeitgeber gerade dann, wenn die Noten an der Uni nicht gerade überragend sind.

Ein Grund für die Popularität der Nachweise sind auf der einen Seite, die nicht die Praxis abgestimmten Ausbildungswege, auf der anderen Seite ist der Personaler oft selbst nicht in der Lage, die geforderten Qualifikationen richtig einzuschätzen, oder er hat wenn man sich ehrlich ist nicht die geringste Erfahrung mit dem Thema für das er sucht. Dies gilt im Bereich Freelancer vor Allem für Headhunter, die die verschiedensten Qualifikationen suchen müssen.

Leider hat sich der inhaltliche Schwerpunkt der Zertifikate sich in den vergangenen Jahren von der Praxis in Richtung Theorie verschoben. Zertifikate sagen über die praktischen Fähigkeiten eines Bewerbers so gut wie nichts aus. Viele Tests sind Multiple-Choice-Verfahren, bei denen man nur die richtige Antwort ankreuzen muss.

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Absolventen diese Test einfach auswendig lernen. Hierzu gibt es die sogenannten „BrainDumps“, die dem Prüfling mehr oder weniger sagen „ 5te Frage Kreuz 2 und 3". Viele, die eine Prüfung für ein Zertifikat ablegen, brüsten sich damit, wie schnell sie sich durchgeklickt hätten. Mittlerweile gibt es schon richtige „Zertifikat Sammler“.
In der Praxis kommt dann relativ schnell das böse Erwachen, dass man eigentlich noch gar Nichts kann.

IT-Zertifikate sind deshalb nur in Verbindung mit praktischen Fähigkeiten sinnvoll, und fundierte praktische Erfahrung ist immer einem Zertifikat vorzuziehen.

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Uwe Janke

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