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Bulimie-Lernen

Das Wissen der Welt erdoppelt sich alle zwei Jahre.

Noch im Jahr 2000 hat es fünf bis sieben Jahre gedauert, bis sich das Wissen der Welt verdoppelt hat. Heute reichen rund 700 Tage. Tendenz steigend.

Das bedeutet letztendlich, dass das Wissen, welches die Schulen versuchen zu vermitteln, direkt nach dem Beenden der Schule schon wieder veraltet ist. Gemeint ist hier nicht das Basiswissen, jedoch alle neuen Erkenntnisse, die eben täglich hinzukommen. Angeblich leben wir in einer Wissensgesellschaft. Der Harken daran man braucht kein eigenes Wissen mehr. Wir können dieses Wissen weltweit in Sekunden abrufen. Um diesem Problem nun zu begegnen wenden Schüler mittlerweile das Bulimie-Lernen an.

Bulimie-Lernen bedeutet, man lernt auswendig was irgendwo zum Thema im Skript steht, und kotzt das förmlich in die entsprechende Klausur, um es danach sofort wieder zu vergessen, und nie wieder im Leben zu verwenden bzw. zu vertiefen. Die klassische Frage: „Wozu brauche ich das?“, oder auch „Kommt das in der Prüfung dran?“

Während älter Menschen auch noch nach Jahrzehnten fundiertes Wissen zu den ein oder anderen Themen wiedergeben können, ist diese Fähigkeit dem heutigen Studenten vollkommen abhandengekommen.
Wird heute das Wissen von einem vorherigen Semester abgefragt, dann stößt man bei den Studierenden auf vollkommenes Unverständnis.
Ein heutiges Studium geht in die Richtung: Auswendig lernen, wiedergeben, vergessen. Das liegt aber durchaus nicht daran, dass die Leute heute dümmer wären. Im Gegenteil, sie sind heute meist cleverer als früher. Was ist da denn nun die Ursache?

Wie eingangs erwähnt, rein theoretisch verdoppelt sich das Wissen der Menschheit alle zwei Jahre. Das bedeutet anderes gerechnet, das Wissen vor 16 Jahren war nur ein Bruchteil des heutigen. Die Zahlen mögen etwas abweichen aber grundsätzlich explodiert unser Wissen.
Und wir haben dank Internet sehr schnellen Zugriff auf dieses Wissen. Und jeder Fachbereich bläht nun das zu vermittelnde Wissen auf, die Skripte werden also immer umfangreicher.
Durch die Einführung des Bachelors wird die Vermittlung immer mehr verschult, und immer mehr Wissen zum Fachgebiet wird in die Leute gepresst.

In der Folge erodieren allerdings die Grundlagen. Ein Studium heute ist mehr oder weniger ein Wettbewerb im Auswendiglernen.

Was die Arbeitgeber betrifft ist Auswendiglernen allerdings nicht die Fähigkeit, die benötigt wird.  Der Erfolgreiche der Zukunft muss über die Fahrigkeit verfügen verschiedenes Wissen kreativ zu verknüpfen.

Wissen kann man heute innerhalb weniger Sekunden googlen. Auswendiglernen macht also relativ wenig Sinn.

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Uwe Janke

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